Alle Reiseberichte (Fotos jeweils am Ende der Berichte)

18.06.2007 | Daheim

Heute ist Montag. In der Früh hab ich mir bei unserem Zeitungskiosk um die Ecke den Spiegel und die Süddeutsche gekauft. „Einmal das Montagsmenü, wie immer, Herr Boyny“, meinte der Ladenbesitzer mit seiner speckigen Schiffermütze, die er trägt, seit ich bei Ihm meine Zeitung kaufe – also seit etwa 100 Jahren abzüglich zweien, in denen wir irgendwo zwischen Alaska und Feuerland unterwegs waren ... mehr

14.05.2007 | Zwischen den Welten

Graue See so weit das Auge reicht. Eine nasse Wüste, die sich in weiter Ferne mit einem trüben Himmel vereinigt, als wären die beiden stille Komplizen. Dazwischen der Wind, ebenso lautlos aber ungebändigt, durch nichts aufgehalten als durch diesen kleinen, eisernen Kahn, auf dem wir uns in dieser Unendlichkeit verlieren. Ich weiß, daß unser Planet vor allem von Wasser bedeckt ist, aber ich hatte ja keine Ahnung, daß es so viel davon gibt. Man muß erst auf einem Schiff einen Ozean überqueren, um ein leises Gefühl dafür zu bekommen. Und auch dafür, wie weit weg „zuhause“ ist ... mehr

16.04.2007 | Argentinien: Buenos Aires

Buenos Aires soll europäischer sein als jede andere Stadt in Südamerika. Das wollen wir doch mal sehen. Ihre Zahlen sprechen jedenfalls eine andere Sprache: 13 Millionen Einwohner einschließlich der Außenbezirke, 18.000 Autobusse (Himmel hilf), 50.000 Taxis, 190 Theater, 129 Museen, 0 Campingplätze. Da allerdings widerspricht unser Reiseführer: der schickt uns entlang der Ruta 210, die sich vier- bis achtspurig (so genau ist das auf den Strassen Buenos Aires nicht auszumachen) durch schäbige Vororte windet, nach Lomas de Zamora , 15 Kilometer südlich des Stadtzentrums ... mehr

28.03.2007 | Argentinien: nordwärts

Die große Schwester der Ruta 40, entlang derer wir hinunter nach Feuerland unterwegs waren, ist die Ruta 3. Sie führt im östlichen Patagonien nahe des Atlantiks Richtung Norden – zwar durch ebenso trockenes Steppenland und dornige Einsamkeit wir die Staubstraße weiter im Westen, doch die Ruta 3 ist durchgehen geteert. Das ist gut so, und zwar aus zwei Gründen: erstens ist uns nach Tausenden von Kilometern über schlaglochgesprenkelten Waschbrettpisten (die noch jede Schraube und jeden Nervenstrang irgendwann kleinkriegen) die Lust darauf gehörig vergangen. Und zweiten können wir endlich wieder Musik während der Fahrt hören ... mehr

08.03.2007 | Feuerland

Als 1520 der portugiesische Entdecker Fernando Magellan nach wochenlanger Suche einer Ost-West-Passage zum Pazifik hin jene Meerenge durchsegelte, die später nach Ihm benannt werden sollte, als er sein Schiff in eiskalten Gewässern unter tiefliegenden Wolken vorbei an sturmumtoste Eiländer und düstere Klippen navigierte, sah er des Nachts im Süden ein karges Land, das seltsam erhellt war von flackernden Lichtern. Was mögen sie gewesen sein ... mehr

19.02.2007 | Patagonien

„Nirgendwo ist ein Ort“ schreibt Paul Theroux, und er meint Patagonien. Bald hinter der Grenze nach Argentinien erreichen wir die Routa 40, die als endloses staubiges Band in sicherem Abstand zu den Anden Richtung Süden führt. Die wuchernde Natur auf chilenischer Seite entlang der Carretera Austral haben wir längst hinter uns gelassen. Hier sind wir von einer dornigen Steppenlandschaft umgeben, von einer grenzenlosen, windzerzausten Halbwüste unter einem ebenso grenzenlosen, stahlblauen Himmel, an dem zerrissene Wolkenfetzen vorübereilen ... mehr

05.02.2007 | Chile: Carretera Austral

Wenn eine rauhe Schotterpiste anstatt einer schlichten Nummer einen Namen trägt, dann kann man davon ausgehen, dass sie einen höheren Zweck erfüllt als die profane Verbindung zwischen Punkt A und Punkt B. Ein Name ist der sichere Hinweis dafür, dass nicht ihre Endpunkte, sondern die Straße an sich das Ziel ist. Dalton Highway in Alaska z.B. oder Gunbarrel Highway in Western Australia lassen Traveler-Herzen höher schlagen – und auch in Chile gibt es eine Straße, deren Namen unter Reisenden gehandelt wird wie Rocky Point unter Surfern: die Carretera Austral ... mehr

15.01.2007 | Chile: zwischen Santiago und Chileo

Selten haben wir auf dieser Reise innerhalb von zwei Wochen so vieles erlebt und gibt es gleichzeitig so wenig zu erzählen. Na, mal sehen. Fangen wir mit einer netten Anekdote über Chile an: „Als Gott seine in sieben Tagen erschaffene Welt betrachtete, stellte er fest, dass noch einiges an Baumaterial übrig geblieben war: Vulkane, Urwälder, Wüsten, Fjorde, Flüsse und Eis. Er gab seinen Engeln den Auftrag, alles das hinter einem langen Gebirge zu entsorgen. Das Gebirge waren die Anden – und so entstand Chile.“ ... mehr

26.12.2006 | Chile: zwischen San Pedro und Santiago

Wo um Himmels Willen ist die Straße? Eben war sie noch da – soweit eine braun-graue Spur, die da einige vorausfahrende Fahrzeuge in den weißen Boden ritzten, als Straße bezeichnet werden darf. Sie sollte uns Richtung Südwesten an die Grenze nach Chile führen. Nun ist sie verschwunden. Wir halten inmitten einer ausgedorrten Wüste an, steigen aus und schauen uns um. Eine karge, versalzene Ebene dehnt sich in alle Richtungen aus. Sie hat nichts vom reinen, unschuldigen Weiß des Salar de Uyuni, den wir am Vormittag verlassen haben. Diese Fläche hier ist von schmutzig braunen Flecken durchzogen, ist umschlossen von Bergen und Vulkanen, die an ihren Rändern aufsteigen, und: sie wirkt bedrohlich auf uns ... mehr

08.12.2006 | Bolivien: Himmelslichter

Was mag in Luz Cielo wohl vor sich gehen? Da fährt vor die einfache Lehmhütte, in der sie mit ihrer Mutter und drei Schwestern lebt, ein Geländewagen heran und wirbelt beim Anhalten mächtig viel Staub auf. Sechs Leute steigen aus: zwei Männer mit Aktenordnern unterm Arm, eine Frau mit Handtasche und schicker Frisur, ein dritter Mann, der pausenlos mit einer Videokamera hantiert und schließlich dieses Pärchen, von dem sie ahnt, daß es ihre Paten sind: hellhäutig, schwitzend, sie mit geröteten Wangen und freundlichem Lächeln, er riesengroß, mit Millionen merkwürdigen Punkten im Gesicht und wenig gelben Haaren auf dem Kopf! Das geht zu weit. Luz Cielo beschließt erstmal, zu schweigen ... mehr

17.11.2006 | Bolivien: Abstieg nach Santa Cruz

So, nun aber los! Unser Zeitplan (soweit es den gibt) ist in Peru gewaltig durcheinander geraten. In wenigen Tagen laufen unsere Visa ab. Es wird Zeit, das Land zu verlassen. Über das baumlose Hochlandbecken des Altiplano erreichen wir den Titicacasee, den sich Bolivien und Peru miteinander teilen. Auf 3800 Metern Höhe in einem farblosen Land wetteifert das makellose Blau des Wassers mit dem des Himmels über den Anden. 230 Kilometer lang ist der See, 97 Kilometer breit - 13 mal so groß wie der Bodensee ... mehr

02.11.2006 | Peru: Amazonien

Nach einer eisigen Nacht auf knapp 4000 Metern Höhe kommen meine Mädchen früh morgens nur mühsam in die Gänge. Sabine schweigt ihren Unwillen über ein derart zeitiges Aufbrechen beim Zusammenpacken aus, Lucy ist weniger taktvoll: 6,9 Liter Hubraum verlangen nach Luft, und daran mangelt es hier oben gewaltig. Also röchelt sie und keucht und nagelt und qualmt Tres Cruzes unter Protest zu - geradeso, als gelte es, den Nebelschwaden, die aus der Tiefe hinaufziehen eins entgegenzusetzen ... mehr

19.10.2006 | Peru: im Kernland der Inkas

‚Zu einer Zeit, als die Menschen wie Tiere lebten, ohne Ordnung, ohne Religion, ohne Häuser, ohne Dörfer, ohne Felder und ohne Kleider, da schämte sich Vater Sonne für diese armseligen Geschöpfe und er beschloß, einen seiner Söhne und eine seiner Töchter hinunter auf die Erde zu schicken. Diese sollten die Menschen lehren, den Boden zu pflügen, die Saat auszusäen, Vieh zu halten, Häuser zu bauen und ihn, Vater Sonne, zu ehren und seine Gesetzen zu achten ... mehr

05.10.2006 | Peru: zwischen Nasca und Arequipa

Daß die Küstenwüste in Peru ihre attraktive Seite hat, erfahren wir auf der Strecke zwischen Nasca und Arequipa. Auf den ersten 350 Kilometern rollen wir über die Panamericana zunächst durch weites, welliges Dünenland, das sich bis an die Strände des Pazifiks ausdehnt. Dann führt die Straße hoch über dem Meer an einer spektakulären Steilküste entlang und gewährt grandiose Ausblicke auf den Ozean. Die gesamte Strecke gehört zum Schönsten, was wir an Perus Küste bisher zu sehen bekamen. Alle paar Kilometer möchte man anhalten und ein Foto machen – aber … hoppla … das geht ja gar nicht, weil da keine Kamera ist zwischen den Fordersitzen ... mehr

20.09.2006 | Peru: der Küste entlang nach Süden

In einer asiatischen Weisheit heißt es: „Wird das Reisen zu leicht und zu bequem gemacht, so geht sein geistiger Sinn verloren.“ Nun, wenn dem so ist, dann sind wir in diesen Tagen auf dem Pfad der Erleuchtung unterwegs … ! Entlang der Panamericana rollen wir durch eine endlose Küstenwüste. Allerdings werden wir nicht etwa von flirrender Hitze erschlagen, eher von kühler Trübnis erdrückt ... mehr

06.09.2006 | Peru: der Norden

Diese Geschichte bin ich noch schuldig: da schlenderten wir am hellichten Tag in Quito im Stadtteil Mariscal durch eine stille Seitenstrasse auf der Suche nach einem Hotel, als sich uns zwei finstere Typen näherten. Ich nahm sie erst gar nicht zur Kenntnis, bis Sabine mir sagte, daß die beiden mit Messern auf uns zukommen. Tatsächlich hielt der größere von beiden ein ausgezogenes Teppichmesser in seiner Hand, der andere bedrohte uns mit der etwa 10 cm langen Klinge eines Küchenmessers. Sie verlangten Geld, was sonst ... mehr

19.08.2006 | Galapagos

Eine tropische Insel auf Äquatorhöhe stellt man sich zweifellos anders vor: da wachsen nämlich grüne Palmen an weißen Stränden vor einer türkisen See unter einem tiefblauen Himmel. Hier hingegen stehen blattlose Baumgerippe an einem schwarzen Strand vor einer kalten See unter einem grauen Himmel ... mehr

29.07.2006 | Ecuador

Wieder ein Grenzübertritt - der vierzehnte auf dieser Reise. Was uns anfangs in Aufregung versetzte, hat sich mittlerweile beinahe zur gähnenden Routine entwickelt. Zwischen Kolumbien und Ecuador verläuft die Prozedur wie gehabt: Ausreisestempel auf kolumbianischer Seite besorgen, Zollpapiere für Lucy abgeben, Einreisestempel in Ecuador in Empfang nehmen, Einfuhrpapiere für Lucy ausstellen lassen. Dreieinhalb Stunden dauert das ganze - gääähn!!! ... mehr

12.07.2006 | Panama - Kolumbien

Schlagen wir kurz das amerikanische Geschichtsbuch auf: Am 23. Dezember 1936 wurde auf der Internationalen Konferenz zur Festigung des Friedens in Buenos Aires ein Vertragswerk unterzeichnet, das den Bau einer einzigen länderübergreifenden Straße auf dem amerikanischen Doppelkontinent vorsieht: die Geburtsstunde des Pan-American Highways, bzw. spanisch (und also wohlklingender fürs mitteleuropäische Gehör) der Carretera Panamericana ... mehr

21.06.2006 | Costa Rica

Es stimmt schon: Costa Rica ist anders als seine mittelamerikanischen Nachbarn. Es ist, wenn man so will, der Musterschüler in einer Klasse von Rabauken: Das Land ist vergleichsweise wohlhabend, seine Menschen genießen den höchsten Lebensstandart Zentralamerikas, eine kostenlose Schulbildung und freie Gesundheitsfürsorge. Costa Rica schaffte 1949 die Armee ab ... mehr

07.06.2006 | Honduras - Nicaragua

Aus aktuellem Anlaß ein Zitat: "Fußball ist keine Frage von Leben oder Tod, Fußball ist viel mehr und ist viel wichtiger..." sagte einmal ein englischer Trainer in geschätzter, britisch-neckischer Manier. Menschen in Mittelamerika können womöglich über so etwas nur gequält lachen; etliche - vor allem in Honduras - würden diesen Spruch ...quasi (tod-)ernst nehmen. Das muß ich erklären: ... mehr

22.05.2006 | Guatemala

Der holprige, schmale Pfad ist gerade breit genug für Lucy. Zu beiden Seiten steigt dichter Tropenwald auf. Bevor wir um eine enge Kurve biegen, schaue ich noch einmal in den Rückspiegel: Miguel steht immer noch an seinem Wellblechtor in seiner verwaschenen Jogginghose, einem zerrissenen T-Shirt mit dem verblaßten Aufdruck "Jefferson GM Austin Texas" und einer viel zu großen, zerkratzten Sonnenbrille über seinen glasigen Augen ... mehr

30.04.2006 | Belize

Etwas Ungewöhnliches liegt in der Luft, als wir um die Mittagszeit den riesigen Saal betreten, in dem uns die Einreiseprozedur erwartet: Der Raum ist spärlich eingerichtet. Ein unterkühltes Neonlicht kann nichts gegen die schweißtreibenden Temperaturen ausrichten. Die Ventilatoren an der hohen Decke könnten es, doch die sind ausgeschaltet ... mehr

17.04.2006 | Mexiko: ein Nachwort

Hernán Cortés liebte ganz offensichtlich den theatralischen Auftritt. Als er gebeten wurde, seine Eroberung Mexiko zu beschreiben, reagierte er wortlos. Statt dessen nahm er ein Blatt Papier, zerknüllte es und legte es auf den Tisch. Abends sitzen wir zusammen mit Mark und Lisbeth am Strand von Xpu-Ha, 100 km südlich der Touristen-Maschine Cancun auf der Halbinsel Yucatan und grübeln darüber, was uns Cortes wohl sagen will ... mehr

03.04.2006 | Mexikos wilder Süden

Dieses Hörerlebnis gibt’s gratis: die Geräuschkulisse eines nächtlichen Tropenwaldes ist eine Kakophonie aus zirpenden, pfeifenden, scharrende, und rufenden Klängen von symphonischer Formvollendung. Nackt liegen wir in unserem Bett zwei Meter über dem feuchten Boden. Alle Lucken sind geöffnet, keine Decke, in die wir uns hüllen, und trotzdem finden wir in der schwülen, dampfenden Hitze keinen Schlaf. Also lauschen wir: ... mehr

14.03.2006 | Mexiko City

Kein Zweifel: Mexiko City ist der falsche Ort am falscher Platz! Die älteste Hauptstadt der Neuen Welt liegt eingezwängt von mächtigen Bergzügen auf 2200m Höhe. Einst war hier oben der Texcoco See, darauf eine Insel, auf der die Azteken Ihre Hauptstadt Tenochtitlán errichteten ... mehr

27.02.2006 | Mexiko: San Miguel de Allende II

Halb neun abends: Ich sitze in der kleinen Kneipe „Un Aperitivo“ in der Calle Aldama, unweit des Jardin Principal. Der Laden ist ein Ein-Raum-Restaurant unter einem mächtigen, alten Gewölbe. Der hintere Teil dient als Küche, darin kocht eine ältere Seniora mit korrekt nach hinten gekämmten, pechschwarzen Haaren. Immer wieder wirft sie einen strengen Blick hinüber in den Gastraum. Meint sie mich? Hab ich was falsch gemacht? Liegt es an meinem zerknitterten Leinenhemd ... mehr

08.02.2006 | Mexiko: San Miguel de Allende

“There’s something magic about this place …!” haucht mir Alejandro in gebrochenem Englisch entgegen, und er meint es todernst. Vor ihm auf der schmierigen Theke der Bar el Tenampa in der Calle Insurgentes steht ein halbvolles Glas Tequilla. Sein süßlich riechender Atem verrät, daß es nicht sein erstes heute Abend ist. Alejandro hat eine Gitarre um sich gebunden ... mehr

20.01.2006 | Mexiko: zentrales Hochland

Wer erinnert sich noch an die M/V Malaspina? Richtig: das war jene alte Fähre, mit der wir vor über vier Monaten Alaska Richtung Süden verlassen haben. Herrje, was hab ich geschimpft über dieses Schiff (nachzulesen in „Vancouver Island“). Vergeßt es, ich nehme alles zurück! Die Malaspina war ein prachtvoller Luxusdampfer verglichen mit der Rostmühle, die uns von der südlichen Baja California in 16 Stunden nach Mazatlan aufs Festland von Mexiko bringen soll ... mehr

30.12.2005 | Mexiko: Baja California

Tecate, mexikanischen Grenze, Freitag, 15. Dezember 2005, kurz vor Mittag: die Sonne müht sich durch einen milchig trüben Himmel, hinterläßt auf ausgedörrter, karger Landschaft ein blasses Licht. Langsam rollen wir der Grenzstation entgegen. Meine feuchten Hände umklammern entschlossen das Lenkrad, Reisepässe, internationale Fahrzeugzulassung und 100 US$ in nagelneuen, kleinen, nicht nummerierten Scheinen liegen griffbereit auf unserem verstaubten Armaturenbrett ... mehr

13.12.2005 | USA: ein Nachwort

Neulich waren wir mit dem Roller im kleinen Ort Bishop, Kalifornien, unterwegs und wurden von einer Polizeistreife nach bester amerikanischer Manier gestoppt. Hinter uns jaulte eine Sirene auf, die uns unmißverständlich zu verstehen gab: rechts ran, anhalten, Hände an den Lenker, Maul halten. Ich schwöre: das Aufjaulen dieser Sirene allein läßt Dich um mindestens 10 Zentimeter schrumpfen ... mehr

29.11.2005 | USA: Colorado Plateau

Das Beste kommt zum Schluß! Gerade, als wir überzeugt sind, die grandiosen Erlebnisse der letzten Monate sind durch nichts mehr zu toppen, setzt dieses Land noch eins drauf. Gleich östlich von Las Vegas erklimmen wir die Höhen des Colorado Plateau ... mehr

15.11.2005 | USA: über die Siarra Nevada

Es sind immer wiederkehrende Rituale, die dem Unterwegssein einen Hauch von „Normalität“ und „Alltäglichkeit“ verschaffen: unser Aufbau des Lagers am Abend z.B. folgt einem eingespielten Muster, ebenso der Abbau am nächsten Morgen. Das ist gut so und wichtig ... mehr

02.11.2005 | USA: Nord-West

Mal ganz ehrlich: Dieser Reisebericht hätte schon vor gut zehn Tagen im Netz stehen können, aber alle Welt schien mich davon abhalten zu wollen. Das muss ich erklären: In der Regel verbringen wir unsere Nächte auf staatlichen Campgrounds in diversen National Parks, State Parks, etc. ... mehr

05.10.2005 | Vancouver Island

Die Idee scheint zunächst nicht verkehrt: Nachdem wir beinahe 15.000 Kilometern in etwas mehr als drei Monaten zurückgelegt haben, denken wir, es ist Zeit für eine Pause. Urlaub vom Reisen, wenn man so will. Und da wir auch noch beide unseren Geburtstag feiern, schenken wir uns gegenseitig eine kleine Kreuzfahrt ... mehr

23.09.2005 | Alaska II: Kenai Peninsula

Gäbe es eine Welthauptstadt der Rauhbeinigkeit, Anchorage – größte Stadt Alaskas - stünde auf der Liste der Anwärter an ziemlich aussichtsreicher Stelle. Hier wird grimmiges Auftreten als heilige Tugend gepflegt, die hoch geschätzte amerikanische Servicefreundlichkeit ist in langen Wintern hier oben irgendwann elendig erfroren ... mehr

15.09.2005 | Alaska I: zwischen Deadhorse und Denali

Einige wissenswerte Details über Alaska: Am 18. Oktober 1867 kaufte die USA Alaska von den Russen für schlappe 7,2 Mio. US$ ab. 1959 fand die Konstituierung als 49. Bundesstaat der USA satt. Heute leben ca. 640.000 Menschen hier (auf einer Fläche fast fünfmal so groß wie die Bundesrepublik), über die Hälfte davon in den drei größten Städten Anchorage, Juneau und Fairbanks. Der Rest verliert sich in einer beispiellosen Wildnis, zwischen mächtigen Gebirgsformationen und gewaltigen Gletschern, arktischer Tundra und endlosen Wäldern ... mehr

01.09.2005 | Alaska Highway

„Der 2.230 km lange Alaska Highway ist genaugenommen nichts weiter als eine breite, ausgebaute Verbindungsstraße zwischen Dawson Creek in British Columbia / Kanada und Delta Junction in Alaska / USA“ lesen wir ernüchternd in unserem Reiseführer. Aber so einfach ist das nun auch wieder nicht ... mehr

01.08.2005 | Trans Canada Highway

TCH! Eingefleischte Nord-Amerika-Fans reagieren bisweilen heftig bei diesen drei Buchstaben: ihr Blick verklärt sich, ihr Blutdruck steigt, in seltenen Fällen treten Hautrötungen im Gesicht auf. TCH steht für eine Straße, dem Trans Canada Highway ... mehr

19.07.2005 | Let's go West

Soviel ist sicher: Kanada ist mächtig groß. Hier ein Beispiel: wenn ich auf meiner faltbaren Weltkarte, die ich immer in meinem Adreßbuch eingesteckt habe, das Lineal zwischen Halifax (unserem Ausgangspunkt) und Anchorage in Alaska (unserem mittelfristigem Ziel und zugegebener Weise bereits auf US-amerikanischem Terrain) ansetze, messe ich 5,8 Zentimeter. Das mag jetzt nicht allzu dramatisch rüberkommen ... mehr

30.06.2005 | Neu England

Nach dem letzten Bericht über New York meinte Sabine in ihrer hinreißend schnörkellosen Klarheit, ich solle mich weniger aufs Predigen und mehr aufs Geschichten erzählen konzentrieren. Nun gut, das will ich mir zu Herzen nehmen und also erzählen. Hier eine besonders nette Geschichte ... mehr

16.06.2005 | New York - New York

Ankunft gegen 17.00 Uhr am Flughafen Newark in New Jersey, 26 Kilometer süd-westlich von Manhattan. Im Flughafen gibt's ein Starbucks coffee-shop. Na prima, denk ich. Ein schneller "doppio- (tschuldigung: "double-) espresso", bevor wir ins Taxi nach Manhattan steigen, kann nicht schaden ... mehr

08.06.2005 | endlich unterwegs

Zwei Jahre haben wir uns für diese Reise vorbereitet: haben Pläne geschmiedet, Routen entworfen und wieder verworfen, ein passendes Fahrzeug und die notwendige Ausrüstung angeschafft, Nächte am Computer verbracht um jede noch so unbedeutende Info aus dem Internet herauszuquetschen, haben Luftschlösser gebaut und über ... mehr


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